header_DajanaIn den letzten zwei Monaten haben wir Euch in unserem Special „Blogger des Monats“ die beiden netten Jungs Jan Gleitsmann und Teymur Madjderey im Interview vorgestellt. Leider sind Frauen in der Blogger-Szene immer noch in der deutlichen Minderheit. Daher habe ich kürzlich aufgehorcht, als Dajana Eder sich bei mir gemeldet hat, um Ihr Projekt vorzustellen. Denn sie ist nicht nur eine Frau. Nein, sie kommt auch noch aus Österreich. Hossa! Und sie mischt auf Ihrer Seite die Themen „Fashion“ und „Auto“, scheint dabei aber auch noch viel mit Motorsport zu tun zu haben. Das alles fand ich so spannend, dass ich sie euch nun mit den berühmt-berüchtigten zehn Fragen vorstellen möchte:

1. Fangen wir gleich mal provokant an: Was qualifiziert Dich, über Autos zu bloggen?
Flashback – ich bin mit Motoren aufgewachsen, hatte mit ein paar Jahren mein erstes Quad, konnte mit 11 Jahren (da war ich groß genug) Auto fahren und das ging so weiter. Dazu kamen Jobs bei Remus/Sebring, Ducati Österreich und dann meine Selbstständigkeit als Kommunikationsberaterin von Motorsportteams und Autohäusern – abgerundet mit ein wenig Fahrkönnen sollte das ausreichen 😀

2. Dein Blog kümmert sich insbesondere um Fashion und Fahrzeuge. Wie passt das zusammen?
Passen? Passen tut alles, was man passend macht 😉 Meine Idee war mit meinen Fahrzeugberichten auch Fashion Magazine und Fashion Blog Leserinnen anzusprechen, um das Zielpublikum ein wenig zu erweitern. Autoblogs gibt es ja genug und viele, die mehr Informationen liefern und die Tests brisanter angehen. Ich versuche dem Charakter der Fahrzeuge durch Fashion Ausdruck zu verleihen – doch sobald die Highheels ausgezogen sind, schlüpf ich in meine Sneekers und drück das Pedal durch.MINI_PACEMAN_impulsee_dajana_eder_gady_graz (2)3. Wann hast Du Deinen allerersten Blogbeitrag geschrieben und was war der Titel?
Auf impulsee.at war es am 02. November 2010 ein Vorbericht zu harder.faster.stronger – ein von mir organisierter Houseevent, Housemusic meets Motorsport.

4. Du wohnst in Österreich. Macht das Deinen Job schwerer? Wenn ja: Warum?
Schwerer will ich nicht unbedingt sagen – es ist anders. Hier kennt man das Medium Blogger noch nicht wirklich – Unternehmen tasten sich wahnsinnig langsam an, wobei, wenn die ersten Berührungsängste mal überwunden, alles meist nen positiven Lauf nimmt. Hamburg ist ja mittlerweile meine zweite Heimat – ich liebe es von dort aus zu arbeiten und seit kurzem eben auch im elitären Auto-Blogger Kreis mitzumischen 😉

5. Du hast ursprünglich eine Motorsport-Agentur betrieben. Läuft die noch weiter? Oder kannst Du vom Bloggen leben?
Ja genau – es gibt noch einige Projekte, die ich weiterhin betreue weil diese gut ins Konzept passen. Ich habe im Juli den Schwerpunkt meiner Tätigkeiten ein wenig verlagert und das Bloggen mehr gewichtet, wobei davon leben kann ich „leider“ noch nicht.

0IMG_63366. Bist Du auch selbst bereits bei Autorennen an den Start gegangen?
Durchaus – meist als Copilotin und hin und wieder auch als Pilotin. Allerdings konnte ich mich von einem professionellen Rennsportbetrieb nie überzeugen lassen und fahre deshalb nur dann, wenn ich wirklich Lust dazu habe.

7. Du hast freie Auswahl: welches Modell möchtest Du am liebsten mal für Deinen Blog testen?
Auf ein Modell kann ich mich gar nicht einigen aber mit WEM könnt ich dir sagen. Ich würde liebend gern mit Matthias Malmedie ein Fahrzeug testen, auch wenn es ein Trabant ist *lautlach* aber den Typen find ich einfach nur super!

8. Was können Autohersteller in der Zusammenarbeit mit Bloggern aus Deiner Sicht noch verbessern?
Ich wünschte mir meist mehr Offenheit und die Einsicht, dass die Kooperation mit Bloggern ein ernstzunehmendes Medium ist. Wobei ich auch zugeben muss, dass eine Entwicklung sehr wohl positiv spürbar ist und ich bereits gute Erfolge verzeichnen konnte. Ich finde aber, dass Blogger einander am meisten helfen können, durch Empfehlungen und vor allem durch eine offene Kommunikation.

9. Wie sieht eine typische Arbeitswoche für Dich aus?
Typische Arbeitswoche gibt es bei mir gar nicht – ich arbeite meist nach Zeitfenstern und teile danach ein 😉 In dieser Woche bin ich Donnerstag bis Sonntag am Ungarnring bei den Knobi Trackdays, das heißt, ich habe für meine Termine mit Kooperationspartnern und die grobe Organisation der Eröffnung einer Fashionboutique von Montag bis Mittwoch Zeit. Einen Blogpost habe ich bereits geschrieben (aber noch nicht veröffentlicht) und ein Fahrzeugtest muss ich noch unterbringen. Aber ich liebe es, dass keine Woche der anderen gleicht und immer neue Herausforderungen bietet – Zeitmanagement ist alles 😀

10: Hören wir provokant auf: bei den meisten Fotos Deiner Autotests erfüllst Du das Klischee der Blondine vor der Karre. Ist das Absicht?
Klischee würd ich nicht sagen. Hätt ich dunkles Haar würde sich an der Wahrnehmung wahrscheinlich nix ändern und ich habe doch noch zu viel an – oder? 😛VW_New Beetle_50's Edition_Autohaus Pugl_impulsee (4)Wir sagen ein dickes „Danke schön“ für die spannenden Einblicke und werden sicherlich noch viel von Dir lesen!