Motorsport polarisiert. Für die einen ist es die wohl dämlichste Sache der Welt. Laut, unnötig, gefährlich und umweltschädlich. Zu dieser Gruppe gehören wir jedoch nicht. Wir spüren diesen Thrill, den man eigentlich gar nicht richtig beschreiben kann. Wir haben diese leichte Kälte im Nacken, wenn wir das Ortsschild „Nürburg“ passieren. Wir wissen, wer Norbert Ockenga ist. Wir fühlen diese wohlige Anspannung, wenn wir den Start der Formel 1-Boliden im Fernsehen verfolgen. Und wir bewundern die mutigen Piloten, die Ihre Fahrzeuge im Grenzbereich bewegen. Denn jeder, der selbst schon mal ein paar Trainingsrunden gedreht hat, der weiss, dass Motorsport und Auto fahren fast nichts mehr miteinander zu tun haben.

Nur wenige talentierte Rennfahrer schaffen es in die besten Rennklassen. Denn dieser Weg erfordert neben Talent auch einiges an finanziellen Mitteln und nicht zuletzt ein Umfeld, welches dieses zeitfressende Hobby unterstützt. Spätestens dann, wenn es zum Beruf geworden ist. Wie aber sieht nun so ein kühner Fahrer unter dem Helm aus? Was sind seine Beweggründe, was fühlt er auf der Strecke und wie verbringt er seine restliche Zeit? Das beantwortet ein tolles Portrait von Felipe Fernández Laser.

Eigentlich hat er recht spät mit dem Motorsport begonnen, dann aber eine steile Karriere hingelegt. Kartrennen, Polo Cup, Seat Leon Supercopa… Bääääm!
Und von da ging’s 2012 in einer der renommiertesten Rennsportserien überhaupt an den Start: dem Porsche Carrera Cup Deutschland. Alle Fahrer in den gleichen Karren, da zählt dann wirklich fast ausschließlich das fahrerische Können. Und der Saisonverlauf bisher war super für den Rookie.

Was macht aber für so einen Kerl den Rennsport aus? Warum macht er das? Und wie fühlt sich das an? Wie schon erwähnt, ist sowas kaum zu beschreiben. Trotzdem haben sich die Film-Experten faust&heisler der Sache angenommen und ein wirklich großartiges Stück Bewegtbild zusammengestellt. Coole Kameraführung und stille Momente, die immer wieder von Rennaktion und spektakulären Manövern abgelöst werden.
Aber sehr am besten selbst…aber nur, wenn Ihr nicht zur ersten Gruppe gehört. Für alle anderen: Gänsehaut. Und der verstärkte Wunsch, Rennfahrer geworden zu sein.

Felipe Fernández Laser – Rennfahrer from faust & heisler on Vimeo.

Die schicken Bilder in dem Beitrag stammen übrigens von Felipes Bruder Carlos Fernández Laser – ein ebenso cooler Vogel und dazu noch Profi-Fotograf!